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Unsere Schulfächer

Lernen mit Kopf, Herz und Hand – fachlich fundiert, künstlerisch belebt, menschlich orientiert

An unserer Schule sind Fächer mehr als Stoffgebiete: Sie sind Entwicklungsräume. In diesem Sinne verbinden wir Wissen, Erfahrung und Haltung – so, dass Schülerinnen und Schüler sich ganzheitlich entfalten können. Epochenunterricht vertieft, was trägt; künstlerische und handwerkliche Prozesse beleben das Denken; soziale und naturverbundene Erfahrungen erden das Lernen im Alltag.

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Naturwissenschaften

Lernen am Phänomen

In der 7. Klasse werden die Fächer Physik, Chemie und Biologie jeweils in drei- bis vierwöchigen Epochen unterrichtet. Ab der 8. Klasse erfolgt dieser Unterricht durch die Fachlehrer. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem naturwissenschaftlichen, phänomenologischen Ansatz, der von Demonstrationen und Schülerexperimenten geprägt ist. Dabei stehen das präzise Beobachten sowie das sorgfältige Betrachten der Ergebnisse im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler aktiv den Weg von der Beobachtung zur Erkenntnis erlernen.

Deutschunterricht

Während Rechtschreibung und Grammatik in Vorbereitung auf BBR und MSA vertiefend und

festigend geübt werden, bieten die Inhalte, von Goethe und Schiller, über den Gegensatz von

Komödie und Tragödie, die Nibelungensage und das mittelalterliche Epos bis hin zur Poetik, den

Schülern die Möglichkeit sich anhand wichtiger kulturgeschichtlicher Werke und Epochen zu

verorten und intellektuell und seelisch zu reifen.

Abgerundet wird dieser Prozess mit einer Epoche zum Parzival-Epos, in der sich die Schülerinnen und Schüler, die nun bald die Schule verlassen und in eine größere, ihnen noch

unbekannte Welt hinaustreten, sich mit Fragen nach der Schuld des Unwissenden, nach Formen der Wiedergutmachung, mit der komplexen Frage, wie jeder Einzelne den Sinn des eigenen Lebens finden kann und mit der Entwicklung und Ich-werdung des Menschen, befassen.

An diesen klassischen Inhalten üben wir mit den Jugendlichen gleichzeitig wichtige

Kompetenzen für den heutigen Lebensalltag, wie das Vergleichen, Erörtern, Stellungbeziehen

und sich mit wichtigen Lebensfragen, kritisch auseinanderzusetzen.

Deutsch Klasse 9 

 

In der neunten Klasse verbinden wir uns mit dem Klassischen. Die Biographien von Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller beschäftigen die Schüler und Schülerinnen und werden auf der Weimarfahrt erleb- und nachvollziehbar. In der Dramenepoche bewegen sie sich in dem Spannungsfeld des Tragischen – und im Kontrast dazu im Komödiantischen. An einer ausgewählten klassischen Tragödie entdecken die Schülerinnen und Schüler Grundmuster des antiken Dramas mit ihren grundsätzlichen Themen des Menschseins – und spiegeln diese Schicksale anhand einer ausgewählten Komödie. Genaues beobachten und beschreiben bilden hier die methodische Grundlage und werden eingeübt. 

 

Deutsch Klasse 10 

 

In der zehnten Klasse bereiten sich die Schüler und Schülerinnen auf den BBR vor. Deshalb werden verstärkt Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse aufgefrischt und Lesekompetenzen verfeinert. In der Nibelungenepoche tauchen sie in das mittelalterliche Epos ein und setzen sich mit Verrat und Rache auseinander, verfassen aber auch differenzierte Charaktierisierungen von bekannten Figuren wie Siegfried, Hagen und Kriemhild. Die Gestaltungsmöglichkeiten von Sprache und deren Wirkung auf den Menschen interessieren die Schüler und Schülerin in einer Poetik-Epoche, in der neben Gedichten und Reden auch aktuelle Liedtexte untersucht werden. Gerade im Vergleichen von scheinbar Gleichem oder Ähnlichem erweisen sich die Unterschiede, weshalb darauf auch in diesem Zusammenhang Wert gelegt wird. 

 

Deutsch Klasse 11 

 

In der elfte Klasse steht das Erörtern und Abwägen im Vordergrund, so dass sich die Schüler und Schülerinnen eine Epoche lang im Argumentieren, Abwägen und Stellungbeziehen üben. Dies dient zugleich der Vorbereitung auf den MSA, in denen neben Lesekompetenzen, Rechtschreibung und Grammatik auch das Erörtern abgefragt wird. In der Parzival-Epoche befassen sich die Schülerinnen und Schüler, die nun bald die Schule verlassen und in eine größere, ihnen noch unbekannte Welt hinaustreten, mit Fragen nach der Schuld des Unwissenden, nach Formen der Wiedergutmachung, mit der komplexen Frage, wie jeder Einzelne den Sinn des eigenen Lebens finden kann und mit der Entwicklung und Ich-werdung des Menschen. 

Schreiben
Antike Steinbögen

Gesellschaftswissenschaften

Geschichte-Politik-Ethik

Es ist uns wichtig, die Jugendlichen dazu zu befähigen, sich aktiv, selbstbewusst und überlegt in unserer Gesellschaft zu orientieren, zu positionieren und handeln zu können. Hierzu braucht es neben dem wichtigen Wissen um Fakten und Begebenheiten vor allem auch die Kompetenzen, zu analysieren, zu differenzieren, zu reflektieren, aber auch sich kontrovers auseinanderzusetzen und andere Meinungen zu tolerieren. All dies vermitteln und üben wir

neben den konventionellen auch mit vielfältigen kreativen Methoden wie z.B. Rollenspielen, Experimenten, Themen-Collagen, Vorträgen und Ausflügen.

Das Fach Ethik stellt hierbei die sachliche Auseinandersetzung mit verschiedenen

gesellschaftlichen Themen in einen besonderen Kontext: sie fragt nach dem tieferen Sinn und

dem ganz konkreten Bezug zum eigenen Leben und Handeln und übernimmt so eine wichtige

Funktion in der Persönlichkeitsbildung. Respekt, Akzeptanz und Dialog sind wichtige

Übungsfelder in diesem Fach, denn:

„Nicht um zu wissen, was die Tugend ist, machen wir die Ethik zum Gegenstand unserer Betrachtung, sondern damit wir tugendhafte Menschen werden, denn was hätten wir sonst für einen Nutzen davon?“ ―Aristoteles

Handwerkliche Fächer

Plastizieren

Der Plastizierunterricht ist ein wichtiges Fach der anthroposophischen Pädagogik.
Er dient dem Entwicklungsweg zu menschlicher Freiheit und der bewussten Wahrnehmung der eigenen inneren und äußeren Dimensionen, als auch der direkten physischen Stärkung durch die Ansprache und das Einwirken der Seelenkräfte Denken, Fühlen und Wollen.

Durch den Plastizierunterricht wird den Schüler:innen die Möglichkeit gegeben, auf eine andere, neu erlebbare Weise mit sich selbst in Kontakt zu kommen.
Beim plastischen Gestalten mit Ton kommt es zu einem regen Austausch zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung, es wird im Stehen mit dem ganzen Körper gearbeitet, fordert eine
hohe Hand-Augen-Koordination am räumlichen Objekt - besonders wichtig in Zeiten der digitalen, zweidimensionalen Verflachung - und fördert die Ich-Bildung durch ein sensibilisierendes, intensives Tasterlebnis. Aus einem lebendigen, unmittelbaren Formgefühl heraus erleben die Schüler:innen besonders intensiv die eigene Leiblichkeit und Handlungsfähigkeit.
Sie fühlen sich tatkräftig und befinden sich mit einer seelischen Wahrnehmung ganz im formenden Ausdruck und gegenwärtigen Moment des Tuns - heraus aus der sogenannten „Kopflastigkeit“ mit festen, von Medien vorgegebenen Vorstellungen - hin zu einem gestalterischen Prozess, der den Kopf frei macht und den gegenwärtigen Moment seelisch-fühlend erfahren läßt.
Die seelische Wirkung kann so bis in die Physiologie hinein wirken.
Erleben und erforschen wir so die Gesetze der Gestaltung eines Körpers oder einer Figur, bringt uns dies auch zu den Gestaltkräften unseres Ätherleibes, er ist hier ganz besonders als ein Kräfteleib zu sehen.
Die Schüler:innen
„erwachen am Ton“ - werden munter, gesprächig und neugierig auf das Geschehen und allzu häufig beobachte ich, wie sie gestärkt, aufrechter und mit geröteten Wangen den Unterricht verlassen.
An der Freien Schule Berlin-Mahldorf wird der Plastizierunterricht von der
5. bis zur 11. Klasse angeboten.

Beatrix Gräfe-Pfeifer
Kunst- und Plastizierlehrerin

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